Panikattacken

Keine Zeit gehabt zum Frühstücken, stattdessen nur schnell eine Tasse Kaffee herunter gestürzt. Wieder Streit mit der Partnerin gehabt, diesmal ziemlich heftig. Auf dem Weg zur Arbeit plötzlich ein schnellerer Herzschlag, ein leichtes Unwohlgefühl im Magen. Unbehagen stellt sich ein, was geht da vor? Das Unwohlgefühl verstärkt sich. Alles drum herum scheint irgendwie unwirklich zu werden. Allmählich stellt sich Angst ein, was wenn man beim Autofahren ohnmächtig wird? Wie schnell kann so ein Unfall passieren! Die Angst verstärkt sich, Schweiß bricht aus, das Herz schlägt bis zum Hals. Schnell rechts ran fahren. Hyperventilation, das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Passanten bemerken was vor sich geht, wollen helfen, rufen einen Krankenwagen, befürchten einen Herzanfall. Der Krankenwagen fährt zur Notaufnahme, es wird ein EKG gemacht – alles ist in Ordnung. Verwirrung. Woher kamen dann diese Symptome? Steckt vielleicht doch eine unerkannte Krankheit dahinter? Nachdenken, zum ersten Mal wird so richtig bewusst, wie gefährlich es ist, beim Autofahren die Kontrolle über sich und seinen Körper zu verlieren. Was, wenn es wieder passiert? Lieber nicht mehr Autofahren. Oder zumindest nicht alleine. Die Partnerin soll nun am besten immer dabei sein, zur Sicherheit. …

So oder ähnlich kann sie passieren, die allererste Panikattacke. Es genügt körperlich nicht ganz so fit zu sein, unter emotionalem Stress zu stehen und evt. noch aufputschende Substanzen wie Koffein eingenommen zu haben. Schnell können sich Symptome wie ein etwas schnellerer Herzschlag, leichtes Schwitzen oder Zittern, ein flaues Gefühl im Magen oder Atemnot einstellen. Das Auftreten dieser Symptome kann Angst verursachen, wodurch sich die Symptome verstärken, wodurch auch die Angst größer wird. Dies kann sich hoch schaukeln bis zu regelrechter Todesangst. Eine ausgewachsene Panikattacke ist äußerst unangenehm, und wird als potenziell lebensbedrohlich erlebt. Als logische Folge entsteht die Angst vor weiteren Panikattacken. Dadurch ergibt sich eine erhöhte Aufmerksamkeit, ein sogenanntes “Checking-Verhalten”: Ist der Herzschlag normal, bekommt man ausreichend Luft? Eine leichte Erhöhung des Herzschlags, wie sie allein durch die sorgenvolle Befürchtung einer weiteren Panikattacke auftreten kann, reicht dann bereits aus, um den Teufelskreis erneut in Gang zu setzen.

Eine solche Panikattacke kann im Prinzip jedem Menschen “passieren”. Das ist ein Grund, warum Angststörungen mit zu den häufigsten psychischen Diagnosen gehören. Sie sind jedoch mit Verhaltenstherapie und Hypnosetherapie gut behandelbar, und können manchmal genauso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind. Als Faustregel gilt: Je schneller man sich in Behandlung begibt, umso größer ist die Aussicht auf schnellen Erfolg. Denn hat der Kreislauf aus Panikattacken und immer ängstlicherer Erwartungshaltung erst einmal begonnen, und werden in immer mehr Situationen Panikattacken erlebt, ensteht als Folge häufig Vermeidungsverhalten, und das Leben wird nach und nach immer mehr eingeschränkt.

Wichtig ist es auch, die Aussage bzw. Funktion einer bereits länger bestehenden Panikstörung zu erkennen. In unserem Beispiel lässt sich gut erkennen, wie Panikattacken z.B. sekundär eine Auswirkung auf die Partnerschaft ausüben können. Mit Hilfe von Techniken aus der Hypnosetherapie können wir gemeinsam der Sache auf den Grund gehen, und nach besseren Lösungen suchen. Darüber hinaus lernen Sie, welche Techniken Sie effektiv einsetzen können, um das Entstehen einer Panikattacke zu verhindern. Ihr Gefühl der Selbstwirksamkeit wird gestärkt, und allmählich können Sie Ihr Leben wieder entspannter genießen.